Öffentliche Schule im Bergdorf Nagarkot

Teil 1 der Reisereportage über die Situation der Kinder in den Schulen von Nepal

Nagarkot befindet sich am Kamm der Ostseite des Kathmandutals auf 2195 Metern Höhe. Der Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen, denn es soll eine fantastische Aussicht auf den Himalaya geben. Durch den hohen Smog in der Luft haben wir während unseres Aufenthalts im Februar und März die Berge nicht ein Mal zu Gesicht bekommen. Der Blick auf die Gebirgskette des Langtang Himal von der Annapurna bis zum Everest-Massiv mit den Gipfeln des Langtang Lirung I (7226 m) und des Gangchempo (6387 m) blieb für uns leider verborgen. Besser soll die Sicht im Oktober sein. Dann hat man den besten Ausblick in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag.

In Nagarkot besuchen wir eine öffentliche Schule. Der Unterricht findet teilweise in Wellblechbauten statt, da die Schule durch das Erdbeben 2015 zerstört wurde und sich bis jetzt im Wiederaufbau befindet. Die Willenskraft der Schüler zu lernen und täglich teilweise einen Schulweg von 90 Minuten auf sich zu nehmen, hat uns sehr beeindruckt. 350 Schüler werden in sechs Klassenzimmer von der ersten bis zur zehnten Klasse betreut. Die Kinder der ersten drei Schulklassen teilen sich ein Schulzimmer. Es herrscht ein lautes Durcheinander und die “Pausenzeit” ist kaum von der “Unterrichtszeit” bei den Jüngeren zu unterscheiden. Der Schuldirektor möchte mit dem Wiederaufbau der Schule zusätzliche Unterrichtsräume bauen lassen, sodass die Schule in Nagarkot auch die Schüler bis zur 13. Klasse betreuen kann. Aktuell müssen die Schüler noch in eine andere Stadt fahren oder laufen, um die 11., 12. und 13. Klasse zu besuchen.

Hier geht es zum Blogpost zum Thema Chancen der Kinder in Nepal